Samstag, 25.07.2009
Pas de sucré?
Heute hatten wir Besuch von der DGM, der Direction Générale de Migration. Zum zweiten mal, denn gestern war die Dame, die ihre Lippen mit dunklem Lila ummalt hatte, schon einmal da.
Sie wollte gern alle Personaldaten der Expatriés, also der nicht-kongolesischen Mitarbeiter haben. Daran, dass wir diese Angaben bereits mehrmals eingereicht haben, konnte sie sich nicht erinnern. Sie ist neu.
Auf einem A4-Papier hatte sie feinsäuberlich in Stichpunkten aufgeschrieben, was sie alles von uns wissen wollte. Name, Geschlecht, Einreisedatum in den Kongo, Art des Visa, dessen Gültigkeit, der Name unseres Direktors, und so weiter und so fort. Nur einen vorgedruckten Bogen für uns hatte sie nicht. Ob ich nicht ein Papier für sie hätte? Hatte ich, doch um Zeit zu sparen, entschied ich mich für den Laptop und binnen 20 Minuten waren dann auch alle Daten der Susanne Maria Krauss eingetippt (was nicht an meiner Tippgeschwindigkeit lag!). Wir konnten zu Guido Christian Krauss übergehen. Ich veränderte einige Angaben und wollte bereits drucken - nichts da! Das ging der Dame zu schnell und sie bestand darauf, noch einmal Punkt für Punkt durchzugehen. Das war gestern.
Heute stand die dritte Runde auf dem Programm. Für unseren neuen Logistiker Mark, der erst vor wenigen Wochen angekommen ist und gestern nicht verfügbar war. Viele Minuten, Erklärungen und Nettigkeiten später waren wir endlich soweit und ich war froh, der Dame ein schönes Wochenende wünschen zu können. In der Tür dreht sie sich noch einmal um: "Pas de sucré?" und fragt damit nach einer Limo. Was sie eigentlich meint, ist eine kleine Entschädigung, ein kleines Entgelt, eine kleine Anerkennung ihres Dienstes. Gab es bei uns allerdings nicht. Sondern nur eine Tasse Tee, mit der Empfehlung, unsere Daten gut aufzubewahren.
von peek um # 16:22 in Berufliches
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